Namibia 2017

11. Oktober 2017

Endlich … die lange Zeit der Vorfreude hat sich gelohnt … Heute geht es los nach Namibia!

Aber die Freude bekommt einen kleinen Dämpfer. Air Namibia hat unseren für 20:10 Uhr geplanten Flug verschoben, und zwar auf 09:00 Uhr am nächsten Morgen. Damit wir die Zeit nicht am Flughafen verbringen mussten, hat man uns nach Bad Kissingen in ein Hotel gebracht. Bad Kissingen deshalb, weil in Frankfurt aufgrund der Buchmesse nicht genügend Hotelzimmer für die gesamten Passagiere des Fluges gab. Am nächsten Morgen wurden wir dann um 5:00 Uhr wieder abgeholt und zurück zum Flughafen gebracht, damit wir pünktlich für den Abflug wieder dort waren. Leider war von Air Namibia niemand pünktlich … um kurz nach 09:00 Uhr wurde uns mitgeteilt, dass der Flug nochmals verschoben worden war, nämlich auf 12:00 Uhr mittags. Nach einem ungeplanten, späten Frühstück konnten wir dann fast wie geplant einsteigen. Aber los ging es dann noch lange nicht, dann fiel auf, nach einer weiteren, längeren Wartezeit in der Maschine, dass das Gepäck noch nicht verladen war und auch niemand zur Verfügung stand, der dies hätte tun können. Es fand sich dann aber doch noch Personal und wir konnten um 14:00 Uhr starten.

In Windhoek angekommen war es dann mittlerweile 00:00 Uhr und somit unser Tag zur freien Verfügung war Geschichte. Unser Reiseleiter, Stephan, nahm uns in Empfang und hat uns ins Hotel Safari gebracht. Müde und etwas enttäuscht sind wir dort um kurz nach 02:00 Uhr ins Bett gefallen.

13. Oktober 2017

07:00 Uhr … gäähn … die Nacht war kurz. Nicht wirklich ausgeschlafen waren wir nach dem Frühstück pünktlich um 09:00 Uhr abfahrbereit und wir treffen auf die anderen Mitreisenden. Die Safari kann beginnen!

Von Windhoek ging es Richtung Etoscha Nationalpark. Einen ersten Halt für eine „technische Pause“ (so bezeichnete Stephan einen Halt an Toiletten) haben wir in Okahandja gemacht. Danach ging es dann weiter nach Otjiwarongo. Hier machten wir Mittagspause. Es gab Sandwiches aus dem Supermarkt.
Von hier aus ging es weiter über Otav und Tsumeb zur Mokuti Lodge am nördlichen Rand des Etoscha Nationalparks, in der wir um 17:00 Uhr angekommen sind. Insgesamt sind wir an diesem Tag 548 km gefahren.
In der Lodge gab es ein BBQ für uns. Dabei bekamen wir zum ersten Mal diverse exotische Fleischsorten (Kudu, Springbok, namibische Bratwürstchen), alles frisch gegrillt und super-lecker.

Die Lodge hatte nicht nur uns als Bewohner, sondern auch noch einige andere vierbeinige Bewohner:


Erdhörnchen

 Warzenschweine


und Bonte Bok Antilopen (sie stammen ursprünglich aus Südafrika)

14. Oktober 2017

05:15 Uhr – Der Wecker klingelt und der nächste Tag kann beginnen. Diese frühen Uhrzeiten werden sich durch den gesamten Urlaub ziehen!

Um 07:00 Uhr beginnt unsere erste Pirschfahrt mit dem Bus durch den Etoscha Nationalpark. Wir fahren durch das Von Lindequist Gate in den Park. Hoffentlich sehen wir viele Tiere …

Einen ersten technischen Halt machen wir im Mamutoni Camp. Auf dem Weg dorthin haben wir bereits

 Giraffen


Zebras

eine Riesentrappe

 Perlhühner  einen Adler


und Kudus gesehen.

Elefanten sind uns auch über den Weg gelaufen.

Weiter geht es zum Halali Camp. Auch dorthin unterwegs war eine Elefantenherde.

 


Die Löwenfamilie unter diesem Baum ließ sich durch uns nicht stören.

Und auch der hier dösende Löwe gönnte sich Ruhe in der prallen Sonne.

Die Giraffe ist auch durstig, traut sich aber nicht ans Wasserloch.

 

Dieses Gebilde ist ein Termitenhügel. Davon werden wir unterwegs noch viele mehr sehen.

 Etosha Outlook

Kurz nach 16:00 Uhr verlassen wir den Etoscha Nationalpark durch das Anderson Gate und fahren zu unserer nächsten Unterbringung, der Etosha Village Lodge. Wir bekommen dort das Häuschen Nr. 8.
Um 19:00 Uhr gibt es Abendessen und Stephan bereitet uns auf den nächsten Tag vor.

15.Oktober 2017

Uwe hat Geburtstag! Aber auch das ändert nichts daran, dass wieder um kurz nach 05:00 Uhr der Wecker klingelt. Für diesen Tag sind zwei Pirschfahrten in kleinen Gruppen mit Jeeps geplant. Die erste beginnt um 07:00 Uhr.
Vielleicht sehen wir ja heute Raubkatzen…

Wir wollen zum Okuakejo Camp. Auf dem Weg dorthin bekommen wir über Funk von anderen Fahrern den Tipp, dass Löwen und ein Nashorn zu sehen sind. Nach rasanter Fahrt sehen wir sie auch.

 Springböcke

 Kudu

 ein Buschhase.

Nach kurzer Weiterfahrt kommen wir am Wasserloch im Okuakejo Camp an.

Auf dem Weg zum Wasserloch kreuzt noch eine Elefantenherde unseren Weg, die später auch noch zum Wasser kommt.

Es herrscht ein reges Treiben diverser Tiere am Wasser.

Oryx (Namibias Nationaltier)

Die Elefanten sind auch angekommen und marschieren ums Wasser.


Dieser kleine Elefant weiß noch nicht so richtig mit seinem langen Rüssel umzugehen.

Zur Mittagszeit fahren wir in unsere Lodge zurück und nach einer Stärkung startet um 15:00 Uhr die zweite Pirschfahrt an diesem Tag.

Straußen-Kinder

 wieder eine Riesentrappe

Gelbschnabeltoko

 Tüpfelhyäne

Dann kam das Highlight. Die beiden Löwen waren auf dem Weg zu einer künstlichen Wasserstelle.

Und dabei kamen sie uns recht nah.

Dem Löwen sah man an, dass er schon seit einiger Zeit keine ausreichende Mahlzeit bekommen hatte.


Die Giraffe hatte auch Durst, aber sie überliess das Wasser doch lieber den Löwen.

Dann haben wir und auch noch ein paar andere Jeeps uns wieder auf den Weg gemacht und sind dabei nochmal einem Nashorn begegnet.

Auf dem weiteren Weg unserer Pirsch haben wir noch viele weitere Tiere, meistens Springböcke, gesehen. Leider immer noch keine Leoparden und/oder Geparde.

16. Oktober 2017

Heute geht es weiter ins Damaraland und dann nach Twyfelfontein. Und wie schon an den letzten Tagen hat der Wecker wieder um kurz vor 06:00 Uhr geklingelt. Das Motto von Stephan lautet 6, 7, 8. D. h. 06:00 Uhr aufstehen, 07:00 Uhr Koffer vor die Tür stellen und frühstücken und 08:00 Uhr Abfahrt. Das wurden dann in den folgenden Tagen auch so praktiziert.

Halten machten wir dann Outjio. Mittlerweile sind wir auf 1290 m hoch, aber im Laufe des Tages werden wir auf 600 m runterfahren. Während der Fahrt bekommen wir von Stephan viele Informationen über Land und Leute. Z. B. lernen wir, dass der Mahali Weber Vogel seine Nester immer auf der westlichen Seite eines Baumes baut.

Gegen 14:00 Uhr kommen wir in ein typisches Damara-Dorf.

Nach dem Besuch des Damara Dorfes machen wir uns auf den Weg zur Twyfelfontein Lodge. Hier starten wir dann um 16:30 Uhr zu einer Wüstentour mit dem Geländewagen. Auf der Suche nach den Wüstenelefanten hat sich unser Fahrer, Lukas, ein klein wenig verfahren. Aber nach tatkräftiger Hilfe des anderen Fahrers per Funk haben wir die Elefanten dann doch noch gefunden. Diesmal war es eine kleine Herde mit ca. 7 Tieren und einem Baby, welches gerade mal 10 Tage alt war.


Dies ist ein Kindergarten … inmitten dieser Einöde.

17. Oktober 2017

Auch heute gilt wieder die Devise … 6, 7, 8. Es geht zuerst zu den Felsgravuren von Twyfelfontein. Die haben wir diesmal zu Fuß besucht, was eine willkommene Abwechslung zum Busfahren war.

Danach sind wir über Uis und durch die Namibwüste zur Küste und weiter nach Swakopmund gefahren.

in der Empfangshalle im Delight Hotel

In Swakopmund übernachten wir 2 Nächte im Delight Hotel. Wir gehen gemeinsam zum Abendessen in Joe’s Brauhaus.

18. Oktober 2017

Heute starten wir um 08:00 Uhr zu einer Living Desert Tour. Dabei kamen wir an einem Pferdefriedhof vorbei. Hier wurden mehr als 1000 Pferde aufgrund einer Krankheit getötet.

 Pferdefriedhof

Unser Guide zeigte uns mit einem Magneten den hohen Eisengehalt im Sand und erklärte daran die unterschiedlichen Farben der Wüsten.

Der Guide war genial … Wir fuhren durch Sand und Wüste und plötzlich hielt er an, sprang aus dem Wagen und rannte wild umher. Dann grub er kurz im Sand und zauberte eine Sandviper

 hier sind nur die Augen zu sehen

einen Gecko

und ein Chamäleon 

hervor. Das Chamäleon wechselte je nach Gemütszustand seine Farbe, von ganz dunkel nach hell. In diesem Fall konnten wir es mit Futter aufhellen.

Bei einem nächsten Stopp pfiff er kurz und schon kamen ein paar Vögel an, die ihm aus der Hand fraßen.

Ebenso zeigte er uns eine Blindschleiche, die aufgrund ihrer Form auch „ICE Afrikas“ genannt wird.

Nachmittags machte Uwe einen Rundflug von Swakopmund aus. Dabei ging es über die Namib Wüste, Sossousvlei und die Küste.

19. Oktober 2017

Auch an diesem Tag klingelte der Wecker um kurz vor 06:00 Uhr. Nach dem üblichen Ablauf …. aufstehen, Koffer vor die Tür stellen und frühstücken, ging es dann um 08:00 Uhr weiter Richtung Sossousvlei. Dabei machten wir Stopps im  in Walvis Bay, Namib Naukluft Park, in Solitäre, am Kuiseb Canyon und fuhren über den Gaub Pass.

Außerdem überquerten wir den Wendekreis des Steinbocks.

Am späten Nachmittag, nach Ankunft in der Namib Desert Lodge, gab es noch einen Geländefahrt mit Sundowner.

20. Oktober 2017

Heute hiess es richtig früh aufstehen, um 04:00 Uhr, damit wir zum Sonnenaufgang in den Dünen von Sossousvlei sein konnten. Aber irgendwie hat es doch nicht gereicht … die Sonne stand schon fast zu hoch.

Wir sind die Düne 45 hinaufgestiegen und zum Dead Vlei wieder hinunter.

Das Dead Vlei ist eine unwirkliche Landschaft, wirkt ein bißchen wie auf dem Mond.

Nach dem Besuch in den Dünen ging es weiter zum Sesriem Canyon. Danach ging es dann weiter zur Hammerstein Lodge, die wir gegen 15:30 Uhr erreicht haben. Diese Lodge war diesmal etwas spartanischer als die vorherigen.

21.Oktober 2017

Same procedure as every day … der Wecker kingelte wieder um 06:00 Uhr. Es hiess wieder 6, 7, 8…. Und es ging weiter nach Lüderitz. Dabei verlassen wir die Namib Wüste und fahren entlang der Namibischen Hochebene. Wir sehen das Sperrgebiet, welches nach dem ersten Diamantenfund gegründet wurde.
Unterwegs sehen wir bei Garub Wildpferde. Die sind aber aufgrund der lang anhaltenden Dürre in keinem guten Zustand und wecken bei uns allen das Bedürfnis sie aufzupäppeln. Auf dem weiteren Weg machen wir einen Stopp in Betta und eine kurze Pause in Helmeringhausen.

In Lüderitz übernachten wir im Nest Hotel. Lüderitz ist ein nicht sehr ansprechendes Örtchen. Es war Samstag und daher leider auch alles geschlossen. Außer ein paar schöner Häuser gab es nicht viel zu sehen.

22. Oktober 2017

Wir konnten es kaum glauben, aber an diesem Tag konnten wir etwas länger schlafen … der Wecker klingelte erst um 07:00 Uhr. Nach dem obligatorischen Koffer vor die Tür stellen und frühstücken, fuhren wir zur Kolmanskuppe. Der ehemalige Goldgräberort ist heute eine Geisterstadt. Aber teilweise wirkt es, als wären die Menschen dort erst vor kurzem weggegangen, obwohl das bereits in den 30er Jahren war.

Danach fuhren wir dann weiter durch viel Landschaft, bis wir am späten Nachmittag in der Canyon Village Lodge in der Nähe des Fish River Canyons ankamen.


Diese beiden Gesellen heißen Luggage und Baggage und sind in der Lodge für den Gepäcktransport zuständig.

23. Oktober 2017

Auch heute wieder – wie sollte es anders sein – 6,7, 8 und danach dann los zum Fish River Canyon. Die Landschaft hat uns sehr beeindruckt, so viel weites Land …. Irgendwie hatten wir alle den Gedanken „… man müßte hier nochmal hinkommen, wenn der Fluss Wasser hat …“.

Mittagspause haben wir im Canon Road House gemacht. Hier sind alte Autos und noch ältere Maschinen ausgestellt … und es gab Cheesecakes mit Amarula-Sosse.

Danach sind wir dann wieder zurück zur Lodge und hatten den Nachmittag zur freien Verfügung. Uwe und ich haben eine kleine Wanderung von 6 km unternommen. Dabei ging es auf dem Gelände der Lodge in die Berge und wir mußten durch ein Loch in den Felsen wieder auf die andere Seite der Berge, um von dort aus über weite, freie Fläche zur Lodge zurück zu gehen. Im Nachhinein haben wir darüber nachgedacht, dass wir ja eigentlich durch die „Wildnis“ gegangen sind und es leben auch hier Tiere, die uns vielleicht hätten gegenüberstehen können. Dabei wären die Oryx, die auch in der Lodge rumliefen, sicher die harmlosesten gewesen. Aber tatsächlich gesehen haben wir „nur“ eine Schlange.

24. Oktober 2017

Heute geht es in die Kalahari. Morgens – ja, relativ kurz nach dem Frühstück, haben wir eine Schnapsdestillerie besichtigt und auch deren Produkte gekostet.

Weiter ging es dann über Ketmanshop zum Köcherbaumwald.

Am späten Nachmittag erreichen wir unsere letzte Unterkunft in der Wüste, die Auob Country Lodge. Hier machen wir dann nochmal eine Naturfahrt mit dem Geländewagen mit anschließendem Sundowner. Die Kalahari hatten wir uns ganz anders vorgestellt, eben wie eine Wüste mit Sand und Dünen. Dünen hat sie auch, aber die sind komplett bewachsen.

25. Oktober 2017

Heute ist der letzte Tag unserer Rundreise. Es geht von der Auob Country Lodge zurück nach Windhoek. Hier endet dann die Rundreise. Wir machen noch eine Stadtrundfahrt, wobei wir durch die alten schwarzen und weißen Stadtviertel kommen. Stephan zeigt uns den Bahnhof von Windhoek und die Christus Kirche. Als letzten Programmpunkt können wir in einem Craft Markt noch die letzten Namibia Dollars in Souvenirs umsetzen. Und dann ist Stephans Teil als unser Reiseleiter abgeschlossen. Aber er geht abends nochmal mit uns allen essen, in Joe’s Beerhouse. Ein sehr originelles Restaurant, in dem locker 450 Gäste Platz haben.

Wir haben wieder im Safari Court Hotel übernachtet.

26. Oktober 2017

Der Abflugtag. Heute konnten wir „ausschlafen“. Nach dem Kofferpacken sind wir nochmal nach Windhoek reingefahren, um noch ein letztes Mal durch den Craft Markt zu schlendern.
Um 17:30 Uhr hat uns dann doch Stephan zum Flughafen gebracht. Diesmal lief alles planmäßig und unsere Maschine ist um 21:45 Uhr gestartet.

27. Oktober 2017

Wir sind um 08:00 Uhr planmäßig in Frankfurt gelandet. Schade! Der Urlaub war doch wieder viel zu schnell vorbei. Aber wir haben eine schöne Zeit gehabt, sehr nette Mitreisende kennen gelernt und viele interessante Eindrücke aus Namibia mitgenommen.

 

 

Text: Martina

Fotos: Martina und Uwe

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